CeBIT 2016: Topthema d!conomy: join – create – succeed

CeBIT 2016 HannoverTausende Neuheiten aus der digitalen Welt stehen im Fokus der CeBIT 2016 vom 14. bis 18. März in Hannover. Die Digitalisierung und die dadurch entstehenden Chancen rücken dieses Jahr noch stärker in den Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die Digitalisierung bringt dem Handel vielfältige Herausforderungen – aber auch eine Jahrhundertchance, was die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Kundengruppen angeht. Bereits jetzt kaufen 98 Prozent der deutschen Onlinenutzer im Internet ein. Etwa die Hälfte informiert sich zuvor in einem Geschäft vor Ort. Noch mehr gehen aber den umgekehrten Weg: Rund 60 Prozent erwerben ihr Wunschprodukt im stationären Handel, nachdem sie zuvor ausgiebig im Netz recherchiert haben (Quelle: Bitkom Research). Während bei der Informationssuche im Web der Preisvergleich im Vordergrund steht, spielen vor Ort die Beratung sowie der persönliche Eindruck vom Produkt und dessen Eigenschaften eine herausragende Rolle.



Mit neuartigen Serviceangeboten wie "Click & Collect" oder "Same Day Delivery" stoßen Händler auf großes Interesse: Fast jeder Zweite (46 Prozent) kann sich laut Bitkom vorstellen, "Click & Collect" zu nutzen. Dabei wählt der Kunde online die gewünschte Ware aus und holt sie im Geschäft ab. Weitere 58 Prozent haben Interesse an "Same Day Delivery". Hier bestellt der Kunde online und bekommt die Ware noch am selben Tag von einem lokalen Händler geliefert. Sechs von zehn Internetnutzern wünschen sich vom Einzelhandel zudem digitale Serviceangebote für ihr Smartphone. Dazu zählen zum Beispiel Apps, die den Kunden durch die Gänge führen und Hinweise zu den Produkten oder Sonderangeboten einblenden.

Der Mobile Commerce verändert den Handel: Immer mehr Kunden wollen mit ihrem mobilen Endgerät auf Schnäppchenjagd gehen. Aus dem aktuellen Online-Handels-Konjunkturindex e-KIX von HDE und ECC Köln geht hervor, dass bereits 30 Prozent aller Zugriffe auf Onlineshops per Smartphone oder Tablet erfolgen. Nur auf PCs oder Laptops ausgelegte Shopkonzepte verschenken viel Potenzial und vergraulen die Kundschaft. Als Bremse für den M-Commerce gelten die mancherorts noch unzureichend ausgebauten mobilen Datennetze. "Der Einzelhandel braucht den raschen und flächendeckenden Ausbau der Versorgung mit Breitband", erklärt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Um das Einkaufserlebnis schneller und komfortabler zu machen, sind flächendeckend schnelle Funkverbindungen per LTE oder UMTS erforderlich.

Aktuell bieten rund 70 Prozent der 50 umsatzstärksten im E-Commerce tätigen Handelsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine App zum Shoppen mit dem Smartphone (Quelle: Teradata-Studie). Im Vergleich zu anderen Industrienationen liegt Deutschland jedoch deutlich zurück. So hat zum Beispiel in Großbritannien schon fast jeder große E-Commerce-Händler eine App im Einsatz (96 Prozent). Auch in punkto Kundenansprache und Kommunikation verschenken die Händler hierzulande einiges an Potenzial: Zwar haben zwei Drittel der genannten 50 Tophändler eine App mit Push-Funktion am Start, die den Versand entsprechender Nachrichten erlaubt, wenn der Nutzer zuvor zugestimmt hat. Doch nur jedes fünfte Unternehmen spricht seine Kunden aktiv per Push-Mail an. Auch den Trend zum Social Media Marketing haben viele Firmen noch nicht erkannt. Dabei können beispielsweise Mittelständler ihre Kunden über soziale Medien gezielt ansprechen, um sie zu Veranstaltungen oder Aktionen einzuladen. Stark im Kommen ist zudem die Integration von Chat-Messengern wie WhatsApp als direkter Draht zum Kunden.

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