bauma 2013: Das Schaufenster für die Baumaschinen-Branche

bauma 2013 MünchenAuf der bauma 2013 in München werden vom 15. bis 21. April Komplettanbieter und Komponenten-Spezialisten, Newcomer und Marktführer ihre neuesten Produkte für die Baumaschinen-Branche präsentieren.

Einer der großen Innovationstreiber der Baumaschinenhersteller ist die Verbesserung von Bedienkomfort und Ergonomie. So bringt zum Beispiel Atlas Copco den mit 9,5 kg nach Firmenangaben leichtesten vibrationsgedämpften Spitzhammer auf den Markt. Der Schlagmechanismus des Geräts ist schwimmend im Gehäuse gelagert. Damit werden die auf die Hände und Arme des Bedieners übertragenen Vibrationen deutlich reduziert. Hinzu kommt eine wirkungsvolle Schalldämpfung.

 

Auch beim neuen Schreit-Mobilbagger der Kaiser AG steht der Mensch im Mittelpunkt. Dieser Maschinentyp ist gemacht für Einsätze in unzugänglichem Gelände. Der Fahrer verbringt dabei häufig mehr Zeit am Arbeitsplatz als bei anderen Baustellen. Die Kabine wurde daher speziell auf seine Bedürfnisse abgestimmt. Neben der ergonomischen Anordnung der umfangreichen Funktionen sorgen neue Joysticks für eine einfache Bedienung der vielen hydraulischen Verstellmöglichkeiten sowie der unterschiedlichen Anbaugeräte. Der neue Schreit-Mobilbagger ist einer der Nominierten für den diesjährigen bauma Innovationspreis in der Kategorie Design.

In der modernen Bauwirtschaft gilt es jedoch nicht nur, die Arbeitsbedingungen für die Maschinenführer und -fahrer so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch das Umfeld einer Baustelle muss zunehmend vor Belastungen aller Art geschützt werden. Die Vermeidung von überflüssigem Lärm ist hier ein wichtiger Faktor. Beispiel Rammtechnik: Für seine Teleskopmäkler stellt der Hersteller ABI einen neuen Verstellvibrator vor. Dieser ist mit einer Kombiklemmzange für Doppel-Z- und U-Profile sowie Rohre ausgestattet. Aufgrund der präzisen Klemmung mit zwei Einzelzangen wird das Rammgut geschont und das geräuschintensive „Flattern“ der Profile verringert.

Vegetation, Boden und Grundwasser profitieren von einem neuen Vortriebssystem der Herrenknecht AG zur oberflächennahen Verlegung von Pipelines in halboffener Bauweise. Eine Tunnelbohrmaschine löst den Boden, bevor ihn eine Fräseinheit direkt zu Tage fördert. Dabei werden die Erdaushubarbeiten deutlich reduziert und Grundwasserabsenkungen entlang der Trasse entfallen. Im Vergleich zur konventionellen, offenen Bauweise wird die notwendige Trassenbreite um ein Vielfaches reduziert. Beim Kreuzen landwirtschaftlicher Nutzflächen bedeutet das geringere Ernteausfälle und Entschädigungszahlungen. Das Vortriebssystem ist nominiert für den bauma Innovationspreis 2013 in der Kategorie Maschine.

Neben technischen Innovationen an den Baumaschinen selbst, also quasi an der Hardware, haben viele Hersteller auch Neues bei den Zusatzoptionen zu bieten. Ein wichtiges Stichwort ist hier das Flottenmanagement. Beispielsweise bieten der Radlader-Hersteller Kramer Allrad und das Vertriebs- und Serviceunternehmen Zeppelin satellitengestützte Ortungssysteme an, die Echtzeitdaten zu den Baumaschinen liefern. Neben der Position können unter anderem Betriebszeiten, Motorzustand und Servicetermine online abgerufen werden. Die Daten werden dem Kunden auf seinem Computer oder Smartphone bereitgestellt. Ziele der Telematiklösungen sind eine möglichst hohe Maschinenauslastung, die bestmögliche Organisation der Maschinenflotte gerade auf Großbaustellen, belegbare Fakten für Wirtschaftlichkeitsrechnungen sowie Diebstahlschutz.

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