Optimismus für die Forstbranche - Interforst 2010 schließt erfolgreich

Interforst 2010 MünchenDie INTERFORST 2010 hat mit erfolgreichen Ergebnissen gezeigt, dass der Optimismus in die Forstbranche zurück gekehrt ist.  An fünf Messetagen kamen wieder 50.000 Besucher aus 80 Ländern auf das Münchner Messegelände. 

Am Ende der Messe bestätigen die Aussteller viele Geschäftsabschlüsse und –anbahnungen. Das unterstreicht die einhellige Meinung, dass die Branche wieder zuversichtlicher in die Zukunft blickt und das Interesse an Innovationen groß ist. Eine außerordentlich gute Resonanz fanden Kongress, Foren und Sonderschauen.
 
„Die INTERFORST 2010 hat die Aufbruchstimmung in der Branche deutlich gezeigt, unsere Aussteller sind überwiegend sehr zufrieden. Der Trend zur stärkeren Internationalisierung wird neben dem Ausstellerzuwachs aus dem Ausland auch durch die Verdoppelung der internationalen Besucherzahl untermauert“ fasst Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer Messe München, den Verlauf der INTERFORST zusammen.

Über 15 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland aus allen 5 Kontinenten. Traditionell die meisten aus Österreich, der Schweiz, Italien, Polen und Frankreich.

Walter Ries, Geschäftsführer von pezzolato, fasste seine Eindrücke so zusammen: „Die INTERFORST ist eine Messe, um internationale Kundschaft zu treffen. Den Namen internationale Forstmesse trägt sie zu Recht, denn alle Nationen sind hier. Der Vorteil der INTERFORST ist, dass hier Fachpublikum angesprochen wird. Für mich zählt die Qualität der Besucher, nicht die Quantität. Wir konnten gute Anbahnungen machen und unsere Erwartung, internationale Besucher zu treffen, wurde erfüllt.“
 
War die Lage der Branche in den letzten beiden Jahren eher schwierig, kann jetzt eine positive Tendenz festgestellt werden. Die hervorragende Stimmung in den Hallen und auf dem Freigelände spiegelt sich auch in der Befragung der Aussteller (durchgeführt vom unabhängigem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest) wider. 91% der Aussteller beurteilen die INTERFORST als ausgezeichnet bis gut und sogar 98% empfehlen die INTERFORST ihren Geschäftspartnern als Messe weiter. Gelobt wurde auch die Qualität der Besucher (89%) und der Charakter der INTERFORST als Leitmesse (80%). Den Nutzen des Messebesuches stufen 97% mit ausgezeichnet bis sehr gut ein.
 
Der Ausstellerbeiratsvorsitzende Ralf Dreeke, Geschäftsführer der Wahlers Forsttechnik GmbH, betont: „Die INTERFORST 2010 kam genau zur richtigen Zeit. Für die Aussteller hat sich die Präsenz auf dieser Leitmesse absolut gelohnt, wichtig war auch, dass wir Themen wie Umwelt, Bodenschutz oder Biodiversität behandelt haben.“

Ähnlich gut war die Stimmung bei den Besuchern. 95% der Befragten würden die INTERFORST wieder besuchen und 97% werden sie weiter empfehlen. Bestnoten gab es für die Vollständigkeit und Breite des Angebots (93% ausgezeichnet bis gut), für die Präsenz der Marktführer (91%) und die Internationalität der Aussteller (80%). Sehr viele Besucher lobten den hohen Informationswert der INTERFORST. Ihnen dienen Kongress und Foren zur Weiterbildung, was die gelungene Kombination von Ausstellung und Kommunikationsplattform unter Beweis stellt. Noch einmal steigern konnte sich die Gesamtbewertung der INTERFORST gegenüber 2006.  95% (2006: 91%) bewerteten die INTERFORST mit ausgezeichnet bis gut.
 
Eröffnet wurde die INTERFORST 2010 durch den bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner. Die anschließende Diskussionsrunde mit ihm zu dem Thema „Zukunftsaufgabe Holznutzung !“ war ein geglückter Auftakt für die INTERFORST 2010. Helmut Brunner überreichte danach auch die Innovationsmedaillen für die Sieger des Neuheitenwettbewerbs, der vom KWF und der Messe München ausgeschrieben wurde und bereits zum vierten Mal im Rahmen der INTERFORST stattfand.
 
Traditionell wurde die INTERFORST 2010 wieder von einem hochkarätigen Rahmenprogramm begleitet, das nicht zuletzt zu dem großen Erfolg und der hohen Qualität der Veranstaltung beitrug.

Unter dem Motto „Forst- und Holzwirtschaft – heute und morgen – von lokal bis global“ standen der hochkarätige Kongress und die Foren, die wieder mitten im Messegeschehen stattfanden – ein Konzept, das sich mehr als bewährt hat. Die täglich statt findenden Vortragsreihen, die Antwort geben konnten auf die brennenden Fragen der Branche, wurden sehr gut angenommen. Professor Gerd Wegener, Vorsitzender des Programmkomitees, zog folgendes Fazit: „Es ist wichtig, dass sich das, was wir uns bei der Planung von Kongress und Foren überlegt haben, als richtig erwiesen hat, und dass das Kongressthema „Forst- und Holzwirtschaft – heute und morgen – von lokal bis global“ in seiner ganzen Bandbreite bedient wurde. Wir haben es auf der INTERFORST geschafft, die Wertschöpfungskette als Ganzes zu sehen. Es gab spezielle Beiträge zu lokalen Themen, aber auch globale Szenarien. Es wurde viel von der Zukunft gesprochen; es waren auch sehr viele junge Leute da; das belegt die Zukunftsfähigkeit der INTERFORST. Und es gab viele Teilnehmer, die an der Branche insgesamt interessiert sind, weil die INTERFORST eben nicht nur die Technik zeigt, sondern die Branche als Ganzes. Das Forum wurde wirklich zum Kommunikationszentrum. Dort trafen sich Menschen, die sich sonst nie begegnet wären. Entsprechend waren Kongress und Foren sehr gut besucht.“
 
In Zusammenarbeit mit  starken Partnern bot die INTERFORST wieder eine Plattform für praxisorientierte Vorführungen und Erläuterungen. Einen Schwerpunkt bildeten alle gesundheitlichen und technischen Aspekte rund um den Arbeitsplatz im Wald. Die Sonderschauen der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung, des KWF und des Spitzenverbandes der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung waren Mittelpunkt in der Halle B6 und wurden von den Fachbesuchern zahlreich frequentiert.
 
Zum ersten Mal fand im Rahmen der INTERFORST das Diskussionsforum „Natur.Wald.Technik.“, das gemeinsam vom Bayerischen Waldbesitzerverband und dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  entwickelt wurde, im „Wald-Café“ statt. Zweimal am Tag wurden auf der „Grünen Couch“ Themen wie Biodiversität und Klima mit namhaften Experten diskutiert. Dabei stand auch die Frage im Mittelpunkt, was der bewirtschaftete Wald und damit die Forst- und Holzbranche für die Umwelt und das Klima, Stichwort CO², leistet. Das Diskussionsforum wurde von den Besuchern mit großem Zuspruch angenommen.
 
Eine weitere Attraktion war die „Stihl Timbersports Series Show“. Die internationale Wettkampfserie gilt als Königsklasse des Sportholzfällens. Vorführungen in den verschiedenen Axt- und Sägedisziplinen gab es täglich auf dem Freigelände. Als weiteres Highlight fanden bereits zum vierten Mal in Folge die „Bayerischen Waldarbeitsmeisterschaften“ statt.

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