Reportage: Die künstliche Herstellung von Blutgefäßen und Organen

14.10.2013:

Die künstliche Herstellung von Blutgefäßen mit einem Drucker ist längst keine Zukunftsvision mehr. Die Reportage zeigt, wie Blutgefäße mittels Bio-Tinte bereits heute in der Medizin hergestellt werden können. Fraunhofer-Forscher aus verschiedenen Instituten gehen noch einen Schritt weiter und arbeiten in einem Gemeinschaftsprojekt bereits an der Produktion funktionsfähiger Organe. Mit Methoden aus der Produktionstechnik „drucken" die Wissenschaftler Blutgefäße, um Organe mit Nährstoffen versorgen zu können. Das Tissue Engineering, also die Herstellung dünner Gewebeschichten im Labor ist in der Wissenschaft inzwischen bekannt und wird vielfach eingesetzt. Bisher scheiterten die Forscher jedoch am Aufbau größerer Organe. Das liegt in erster Linie daran, dass die Nährstoffversorgung des Gewebes nicht gewährleistet werden konnte. Die Konstruktion feinster Kapillargefäße schien bis vor kurzem unmöglich. In einem groß angelegten Projekt entwickeln Fraunhofer-Wissenschaftler nun erstmals vollständig biokompatible künstliche Blutgefäße, indem sie Verfahren aus der Produktionstechnik auch auf elastische Biomaterialien übertragen. Eine Kombination von zwei verschiedenen Techniken soll den Durchbruch bringen: Die im Rapid Prototyping etablierte 3-D-Drucktechnik und die in der Polymerwissenschaft entwickelte hoch auflösende Multiphotonenpolymerisation.

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