Reportage: Der Stromverbrauch des Internets

19.06.2012:

Der weltweite Stromverbrauch des Internets und der dahinter stehenden Server-Farmen ist gigantisch. Die Suche nach energiesparenden Technologien für PCs und Server beschäftigt daher seit einigen Jahren Wissenschaftler und Techniker. Jede Minute werden allein bei Youtube zahlreiche Stunden Filmmaterial hochgeladen und täglich rauschen tausendmal mehr Daten über das Netz, als in allen gedruckten Büchern der Menschheit stecken. Der Energiebedarf des Internets steigt ständig. Der Dirty Data Report von Greenpeace geht davon aus, dass der Strombedarf für die Serverfarmen weltweit jedes Jahr um etwa 12 Prozent steigt. Das heißt, jährlich müssen mehrere neue Großkraftwerke ans Netz gehen, allein um den ständig steigenden Strombedarf des World Wide Web zu decken. Das Münchner Halbleiterunternehmen Infineon bringt nun Servern das Energiesparen bei. Die Server lenken gigantische Datenströme in die richtige Richtung und speichern diese. Ein Schlüssel in den Servern sind spezielle Mikrochips, die die Stromversorgung aller elektronischen Komponenten regeln und ohne die kein einziges Byte von einem Rechner zum anderen fließen würde. Diese Mikrochips bestehen bisher aus Silizium. Infineon nutzt künftig für diese Chips ein neues Material - Siliziumkarbid. Es besitzt eine deutlich höhere elektrische Leitfähigkeit. Die Folge: Der Server verbraucht nicht nur weniger elektrische Energie, er entwickelt auch deutlich weniger Abwärme. Das ist sehr wichtig. Für die Kühlung benötigt ein Server teilweise mehr Energie, als für den eigentlichen Datentransport. Die neuen Siliziumkarbid-Chips können daher für eine deutlich erhöhte Energieeffizienz im Internet sorgen und der Welt einige Kohle- oder sogar Atomkraftwerke ersparen. Der Film startet mit spektakulären Bildern von Extremsportlern, die sich mit Wingsuit-Anzügen im freien Fall die 600 Meter hohe Drachenwand in Österreich herunter stürzen, um anschließend ihren Flug im Netz in Form von digitalen Videodaten fort zu führen. Eine bildstarke 3D-Animation veranschaulicht die Datenströme im Netz. Darüber hinaus wird die aktuelle Forschung in den Labs des Münchner Halbleiterherstellers Infineon gezeigt.

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